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ERC gewinnt Derby

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01.10.2017 | Ingolstadt, Eishockey

Abklatschen auf der Spielerbank nach dem 2:1 Führungstreffer

Abklatschen auf der Spielerbank nach dem 2:1 Führungstreffer

„Das war ein Topspiel von beiden Mannschaften“, sagte Tommy Samuelsson, Chefcoach des ERC Ingolstadt. Seine Panther gewannen das Derby gegen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg mit 3:2. In der sehr unterhaltsamen und mitreißenden Partie riss Samuelssons Mannschaft ausgerechnet in einem Unterzahlspiel die Fäden an sich.
Die Statistik wies Ingolstadt und Nürnberg als die beiden defensivstärksten Mannschaften der DEL aus. Dennoch entspann sich bereits im ersten Abschnitt eine durchaus chancenreiche Partie. Die erste hochkarätige hatte Gäste-Routinier Steven Reinprecht, der aus kurzer Distanz am hervorragend reagierenden Timo Pielmeier scheiterte (2.). Praktisch im Gegenzug bediente Darin Olver seinen Außen John Laliberte, der wiederum nicht an Niklas Treutle vorbeifand. Diese beiden Duelle sollte es noch häufiger geben, auch gefährlicher Basis. Und einmal half den Gästen der Pfosten: Im Anschluss an ein Powerplay traf Greg Mauldin den rechten Nürnberger Pfosten (13.). Die wegen den Ausfällen von Brett Olson und Petr Taticek stark veränderten Reihen funktionierten ordentlich.
Im zweiten Drittel waren die Nürnberger lange Zeit drangvoller und schnürten die Panther phasenweise im eigenen Drittel ein. In einem Powerplay, in dem die vier Ingolstädter und Torwart Pielmeier bis in den roten Bereich verteidigten, viel dann aus einer umstrittenen Entstehungsgeschichte im ERC-Slot die Führung. Leo Pföderl war der Schütze des 0:1 (25.), er hatte drei Minuten später sogar den nächsten Treffer auf dem Schläger. Ex-Panther Petr Pohl traf den Pfosten (33.),
„Wir hatten Probleme im Spielaufbau“, sagte Samuelsson zu dieser Phase des Spiels, „dadurch konnten die Ice Tigers in fast jedem Wechsel Druck machen.“ Nürnbergs Coach Rob Wilson bescheinigte seinem Team „ein smartes Auswärtsspiel“, bis… ja, bis die hartnäckigen Panther in eine Unterzahlsituation kamen.
Mitten in die aufgeheizte Stimmung hinein (die ERC-Fans sahen ihre Farben zum wiederholten Male durch Entscheidungen der Unparteiischen benachteiligt) konterten zwei Panther in Unterzahl drauf los. Mike Collins schoss, Laurin Braun netzte den Rebound am rechten Pfosten ein (36.). Es kam noch besser, erneut nach feuriger Stimmung von den Rängen: Brandon Buck war im Forecheck erfolgreich, passte auf Thomas Greilinger – und der sniperte aus der Halbdistanz ein (38.). Der ERC hatte dieses Drittel doch für sich entschieden.
Im Schlussabschnitt stellten die Panther durch ein Überzahltor endgültig die Weichen auf Sieg. Mit einem Tor des Willens aus dem Slot schoss Laliberte zum 3:1 ein (44.). Kael Mouillierat hatte zehn Minuten vor Ende gar das 4:1 auf dem Schläger, scheiterte aber am eigentlich schon geschlagenen Treutle.
„Wir haben die Partie kontrolliert“, resümierte Coach Samuelsson, „ehe Nürnberg fünf, sechs Minuten vor Ende zum Endspurt ansetzte.“ Dave Steckel verkürzte auf 2:3 (54.). Die Panther hielten jedoch dem Druck gut stand und sicherten sich die drei Derby-Punkte.
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