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Ein Punkt in Nürnberg

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05.01.2018 | Nürnberg, Eishockey

Jochen Reimer im Tor der Panther

Jochen Reimer im Tor der Panther

Ein Punkt vom Tabellenführer: Der ERC Ingolstadt hat nach starker Leistung mit 1:2 nach Verlängerung bei den Thomas Sabo Ice Tigers verloren. Eine umstrittene Unterzahlsituation in der Overtime war die schlussendlich spielentscheidende Situation.

Erstes Drittel
Der ERC spielte ein sehr gutes erstes Drittel. Die Panther arbeiteten fleißig gegen die wuchtigen Nürnberger, waren gerade in den ersten fünf Minuten immer wieder in Forechecks erfolgreich und griffen zu einem interessanten taktischen Mittel gegen die berüchtigte Nürnberger Defensivfalle: Fernschüsse auf den Goalie und dann rein ins gegnerische Drittel. ERC-Coach Doug Shedden: „Wir wollten die neutrale Zone rausnehmen und uns nicht viele Puckverluste erlauben.“
Die Panther kamen so zu guten bis sehr guten Chancen. Als da wären: John Lalibertes Pfostentreffer im Powerplay und der vergebene Nachschuss Brett Olsons (7.). Oder auch: Mike Collins Alleingang eine Minute vor Ende, bei dem er am Nürnberger Schlussmann Niklas Treutle scheiterte.
Stattdessen führte der eher blasse Gastgeber. Tabellenführermanier. Einmal stand die ERC-Defensive nicht nah genug am Nürnberger Kapitän Patrick Reimer, der aus der Halbdistanz umsichtig neben das Tor auf den freien Dave Steckel spielte – die kalte Dusche für die Panther (9.). Ansonsten waren die Ice Tigers eher mal bei Tempogegenstößen auffällig.

Zweites Drittel
Auch im zweiten Abschnitt bestimmte der ERC weitgehend die Partie, die Gastgeber agierten weiter wie eine Gastmannschaft. Nürnberg suchte seine Chancen in Kontern und war nun gerade bis zur Spielhälfte teils dem Treffer nicht fern, etwa bei Leo Pföderls Versuch von halbrechts und den anschließenden Nachschuss (28.). Die Panther bissen sich gegen die großen und schweren Nürnberger im Slot lange die Zähne aus. Nach und nach gelang Pass-Abnahme auch in diesem Bereich, doch dem ERC gelang einfach der Ausgleich nicht: Brett Olson zweimal (29.), Darin Olver (32.) und John Laliberte (36.) – allesamt nahe am Tor – scheiterten an Treutle.
In der 38. Minute allerdings klappte es dann endlich: Kael Mouillierat nutzte Greg Mauldins Zuspiel durch den Slot zum 1:1. Beinahe hätten die Panther sogar die Führung erzielt, doch Laurin Brauns Direktabnahme aus fünf Metern brachte nur den rechten Pfosten zum Klingen (39.). „Mir gefiel, wie wir spielten“, resümierte Shedden.

Drittes Drittel
Im Schlussabschnitt gab Nürnberg vor ausverkaufter Halle seine Zurückhaltung auf und kam durch Pföderl (47.) und Philippe Dupuis im Powerplay (50.) zu Gelegenheiten. Bei einem Befreiungsschuss direkt nach der Unterzahlsituation zogen die Panther gleich die nächste Strafe – Spielverzögerung. Dane Fox traf aus kurzer Distanz ans Lattenkreuz (51.). Nürnbergs Füße waren danach frischer, Yasin Ehliz im Tempogegenstoß hatte das 2:1 auf der Kelle- doch Jochen Reimer vereitelte dies gekonnt (54.).

Verlängerung
Die Schiedsrichter sprachen gegen den ERC eine Strafe mit ordentlichem Tabellenführerbonus aus. Zwei Minuten vor Ablauf der 3-gegen-4-Situation traf Steckel und gab Nürnberg den Zusatzpunkt.

Text: ERC Ingolstadt
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